In Week 8 besiegten die Bad Homburg Sentinels die Kassel Titans mit 49:6 und verhinderten damit einen Season Sweep ;).
Die nächste Station auf dem großen Titans-Roadtrip gegen Ende der Saison führte nach Bad Homburg, wo die Sentinels bereits als Meister feststanden. Vor der Pokalübergabe nach Spielende ihres letzten Regular Season-Spiels sollte aus Sicht der Gastgeber Revanche für die Niederlage im Hinspiel in Kassel erfolgen. Die Titans mussten ohne einige Spieler aus der Defense antreten. Mit Benny Schütz (#88), Michel Djialeu (#91), Jan Range (#95) und Leon Anosike (#92) fehlte eine komplette Defensive Line, wodurch Rotation ein Fremdwort wurde und sogar von Seiten der Offensive Line eingesprungen werden musste. Dazu ohne Julian „Bambi“ Däschner (#23) und in der ersten Halbzeit ohne den nachgereisten Dariusch Baumann (#6) in der Secondary, wurde es ein langer Tag in der Defense.
Bei warmen, sommerlichen Temperaturen erwischten die Sentinels einen traumhaften Start in die Partie, die mit Kickoff der Titans begann. Die Sentinels erzielten direkt im ersten Drive den ersten Touchdown, die Titans gingen Three-and-Out. Die Sentinels erzielten den nächsten Touchdown, Titans Three-and-Out. Sentinels zum Touchdown, damit bereits 21:0. Die Offense der Titans bekam nun endlich Zugriff und legte einen längeren Drive zurück. Bei 4th Down in der gegnerischen Hälfte legte Kevin Ekhorutomwen (#13) einen wilden Scramble hin, um das Play zu verlängern, legte den Ball in die Luft – und Anton Brinner (#5) holte ihn sich aus der Luft. Starkes Play. An der gegnerischen 20-Yard-Linie blieb die Offense der Titans bei 4th Down erneut auf dem Feld. Gewillt, das Momentum im Drive zu sieben Punkten zu nutzen und die Sentinels im Scoring nicht davon ziehen zu lassen, wurde der Versuch ausgespielt – klappte diesmal nicht. Turnover on Downs. Die Sentinels brauchten im Gegenzug nur ein Play: Tiefer Pass, Receiver läuft schneller als Cornerback, sauberer Catch, nicht mehr einzuholen, 80 Yard-Touchdown im ersten Play des Drives. Statt 21:7 nun 28:0 und die Messe bereits nach einem Quarter ziemlich gelesen, als die Offense der Titans gerade einmal einen längeren Drive gespielt hatte.
In der zweiten Hälfte bekamen Offense und Defense der Titans zumindest etwas Zugriff aufs Spiel. Die Offense errreichte nun einige 1st Downs und konnte etwas mehr Zeit auf dem Feld verbringen, verpasste letztlich aber stets die Punkte. Die Defense ließ keine allzu einfachen Raumgewinne und Touchdowns der Sentinels zu, war enger am Mann und schneller beim Tackle. Trotzdem schraubten die Sentinels das Ergebnis bis zur Halbzeit durch zwei weitere Touchdowns bis auf 42:0 hoch.
Trotzdem sei an dieser Stelle angemerkt: Abgeschrieben hatte das Spiel niemand auf Seiten der Titans. Auch gab es keine Disharmonien, die bei diesem Spielstand und Wetter nicht völlig unverständlich gewesen wären. Die Titans spielten so gut, wie sie an diesem Tag konnten, das war nur einfach nicht genug. Gut, es gab auch sonst niemanden in der Liga, der den Sentinels in dieser Saison das Wasser reichen konnte. Kein Grund, sich zu schämen.
In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel ausgeglichener. Die Sentinels ließen vermehrt Backups spielen, die Titans steckten nicht auf. Natürlich war das Spiel entschieden, doch einzelne Lichtblicke gelangen den Titans. Dariusch Baumann (#6) gab der Secondary einen Schub und sammelte sogar noch eine Interception. Auch sonst wurden die Drives der Sentinels nun abgesehen von einem letzten Touchdown ohne Punkte beendet, die Sentinels wurden per Punt und Turnover on Downs vom Feld gebracht. Michael Lajsev (#1) sorgte per Blitz für eine Incompletion samt QB-Hit bei 3rd Down, wobei nicht viel zum Sack/Fumble gefehlt hätte. Leon „Hoodie“ Biesemeier (#2) sammelte einen schönen tiefen Catch ein, später im Drive sorgte Anton Brinner (#5) per Catch & Run für den letztlich einzigen Touchdown der Titans im Spiel. Die TPC der Titans misslang, was den finalen Score von 49:6 bedeutete. Auch Fynn Sprenger (#15) konnte gegen Ende des Spiels noch auf der Quarterback-Position übernehmen und etwas Spielzeit sammeln.
Letztendlich war das Spiel eine klare Angelegenheit und früh entschieden. Die Sentinels bereiteten sich eine schöne Meisterfeier und zogen den Score nicht unnötig in die Höhe, sondern gaben allen Spielern Einsatzzeit. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch nach Bad Homburg für eine verdiente Meisterschaft, in der die Titans sich dennoch freuen können, der einzige Stachel in einer sonst perfekten Sentinels-Saison gewesen zu sein. In den Aufstiegsspielen zur GFL 2 wird sich zeigen, ob Sentinels und Titans auch in der kommenden Saison aufeinandertreffen werden. Für die Titans können zumindest einzelne Plays und Drives Hoffnung auf Besserung im letzten Saisonspiel bedeuten: Am 17. August geht es – schon wieder – sonntags auswärts auf die Reise, diesmal zu den Mainz Golden Eagles zum – Gott sei Dank – letzten Auswärtsspiel des Jahres, wonach ein spielfreies Wochenende wartet.
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